Vor kurzem trafen sich 15 Jugendliche aus 3 Jugendhäusern um gemeinsam ein spannendes und aufschlussreiches Wochenende in der Dokumentationsstelle Pulverfabrik zu verbringen.

Nach der Anreise aus Stolzenau, Steyerberg und Liebenau lernten sich die Teilnehmenden erst einmal kennen und zogen in ihre Zimmer ein.

Anschließend wurde die Ausstellung erkundet, erste Eindrücke gesammelt und bereits viele Fragen an Martin Guse, den Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte, gestellt.

Am nächsten Tag ging es auf das Gelände, auf dem im Nationalsozialismus Pulver von Zwangsarbeiter/innen unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurde. Schicksale wie das von Katerina Derewjanko, die mit 17 Jahren in der Pulverfabrik unter Zwang arbeiten musste, bewegte die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr.

Am Nachmittag beschäftigten sich die Teilnehmer/innen intensiv mit der Ausstellung und absolvierten eine Rallye mit Fragen in den verschiedenen Räumen. z.B. für Raum 2: „Woher kamen die meisten Zwangsarbeiter*innen, die in Deutschland arbeiten mussten?“

Am letzten Tag ging es nochmals auf das Gelände der alten Pulverfabrik. Ausgestattet mit Schutzhelmen wurden die alten Gebäude und Bunker von den Jugendlichen, in Begleitung von Martin Guse (Dokumentationsstelle Pulverfabrik), Markus Sieling (Jugendhaus Liebenau), Tina Hormann (Jugendhaus „Wip In“ Stolzenau) und Isabella Zimmermann (Jugendhaus „House of Life“ Steyerberg, erkundet.

Beeindruckend von der Größe, der Bauweise und den damit verbundenen Schicksalen entstanden viele Fotos, die sicher noch weitere Verwendung bei nachfolgenden Projekten haben werden.